3 Fragen an Tilmans

Zur Eröffnung von Kraftpaule ist Tilman Ludwig mit seinen Tilmans Bieren zu einem Tap Takeover vorbei gekommen. Bei der Gelegenheit musste er uns natürlich Rede und Antwort stehen damit ihr mehr über ihn und seine Braukünste erfahren könnt!

 

 

Kraftpaule: Hey Tilman! Erzähl mal, wie kam es überhaupt zu Tilmans Bieren?

 

Tilman: Puh, das ist eine längere Geschichte! Alles fing damit an dass ich das Abitur gemacht habe, ohne dass ich das eigentlich wollte. Zum Ende meiner Schulzeit wussten alle um mich herum ganz genau wie es für sie weitergehen soll. Ich war da immer ein bisschen Anti drauf, wenn alle Leute eine Sache tun gehe ich sofort in die andere Richtung, was dazu führte dass ich mir nicht einmal Gedanken darüber machen wollte was für einen Beruf ich mir aussuchen soll. Zu dieser Zeit haben ein guter Kumpel von mir und ich uns immer total blödes Zeug geschenkt. Irgendwann kam er zu meinem Geburtstag zu mir und hat mir eine Zeitungsbeilage aus der Welt mit dem Titel “Bier” überreicht, die er in der S-Bahn auf dem Boden gefunden hatte. Da stand drin dass man Bier brauen studieren kann. Gesehen, gesagt, getan – Kurz darauf war ich für das nächste Semester eingeschrieben.  Nach meinem Studium habe ich dann in einer kleinen Brauerei auf dem Land in der Schweiz gearbeitet. Der Job war super, ich habe aber nach zwei Jahren feststellen müssen dass ich nicht für das Landleben gemacht bin. Zusätzlich bin ich wegen meiner Freundin immer nach München gependelt, also war klar dass es dort weiter geht. Schon davor hatte ich die Idee eigenes Bier zu brauen, stand aber vor einer Zwickmühle: Man möchte Bier brauen, hat aber niemanden, der es abnimmt. Gleichzeit kann es dir aber keiner abkaufen so lange du kein Bier hast! Womit also anfangen? Irgendwann hab ich einfach mal gebraut und gehofft – ich hatte noch nicht einmal Etiketten – und drauf hin hat alles irgendwie seinen Platz gefunden. Seit dem Fliegt die Zeit, jetzt sind es schon 5 Jahre, unglaublich! 

 

 

Kraftpaule: Dann hat sich ja in den letzten Jahren bei dir alles ums Bier gedreht - was ist dir denn dabei besonders wichtig?

 

Tilman: Mein erstes Bier war das Helle, also ein klassisches Münchener Helles. In meinem Studium hatte ich schon Erfahrungen mit klassischen Craft Bieren wie zum Beispiel IPAs gemacht und mochte diese auch sehr gerne, wollte aber eigentlich mit einem schlichterem “Alltagsbier” anfangen. Also habe ich mir das beste aus beiden Welten geholt und auf ein fruchtig gehopftes Helles gesetzt. Das ist dann auch ganz gut angekommen und ich hatte die Möglichkeit dieses Konzept auf andere Bierstile anzuwenden. Meinen Grundgedanken könnte man vielleicht als eine Kombination aus interessantem, ausgewogenem Geschmack und guter Trinkbarkeit beschreiben. Allgemein bekannten Bierstilen wie Dunkelbier, Weizen, Pils, Bockbier oder inzwischen auch Pale Ale den eigenen Twist zu verpassen ist eine tolle Herausforderung, die mir immer wieder Spaß macht!

 

Natürlich brauen wir zwischendurch auch immer wieder etwas spezielleres – zum 500. Jubiläum des Einheitsgebotes haben wir zum Beispiel gemeinsam mit 3Brew ein Kräuterale mit Zitronenverbenen, Ingwer, Basilikum und Pfefferminze gebraut. Experimentieren ist ja auch wichtig, nur so kann man kreativ neue Interpretationen entwickeln.

 

 

Kraftpaule: Wenn man dann ein fertiges Bier hat ist ja auch das Äußere wichtig. Wie bist du denn zu deinen schicken Etiketten und  Designs gekommen?

 

Tilman: Das Konzept ist ganz ähnlich wie bei dem Bier - ich wollte eine kreative Interpretation des Inhalts. Deswegen sage ich einfach wie das Bier werden soll und lass unsere Künstler dann ihr Ding machen. Das funktioniert ganz gut, denn so hat jedes Bieretikett seinen eigenen Charakter und es kommen tolle Ideen zustande. Eine schwarze Katze für unser Dunkles, ein Tukan für fruchtiges Pale Ale: So können wir den Bierstil vermitteln ohne das wir den Geschmack mit Worten oder einem Punktesystem auf dem Etikett beschreiben müssen. Ich finde es toll etwas zu probieren ohne das mir vorgeschrieben wird was ich schmecken soll und das soll bei unseren Bieren genau so sein. Bier probieren soll ja auch immer eine kleine geschmackliche Entdeckung bleiben!

 

 

 

Wer Tilmans Braukunstprodukte verköstigen möchte kann dies bei uns tun - Dank der persönlichen Anlieferung durch Tilman uns seine Kollegen haben wir im Kraftpaule viele seiner Bier am Zapf und im Kühlschrank. Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch! Wenn ihr vorher noch mehr über Tilman und sein Bier herausfinden wollt empfehlen wir euch einen Besuch auf  Tilmans Website.