Meet the Brewer: Emma - Biere ohne Bart

 

 

Beim 4. Stuttgarter Craft Beer Festival hat uns Almut Zinn, die Braumeisterin von Emma - Biere ohne Bart schon zum zweiten mal Besucht. Zeit also für eine Fragerunde über sie und ihr Bier!

Kraftpaule: Hallo Almut, schön dass du da bist! Erzähl mal, wie bist du zum Bier brauen gekommen?

 

Almut: Ich probiere gerne Sachen aus, hab schon alles Mögliche probiert, als Hobby, hab mit Holz, Ton, Wolle gearbeitet, auch mal Brot, Joghurt und Käse selbst hergestellt ... so bin ich auch zum Bierbrauen gekommen. Wichtiger ist für mich die Frage, warum ich beim Bier brauen geblieben bin! Weil mir die anderen Sachen alle nach kurzer Zeit langweilig wurden, habe ich oft nur an der Oberfläche gekratzt. Aber mit dem Brauen war das anders - warum, das kann ich letzten Endes gar nicht so genau sagen. Vielleicht, weil Bier machen so komplex ist: die Malze, Hopfensorten, Hefestämme, das Wasser, die Gärtemperaturen, Maischtemperaturen - alles spielt eine Rolle, wirkt aufeinander ein und führt zu dem, was wir dann schmecken, wenn wir ein Bier trinken. Vielleicht auch wegen der Menschen, die mir auf diesem Weg begegnet sind - kreative, unkonventionelle, sehr nette Menschen. Und letzten Endes ist Bier etwas, das jede und jeder versteht: Man muss nur trinken, der Rest kommt von alleine - das hat was Fröhliches, Umkompliziertes.

 

Kraftpaule: Was ist dir denn bei deinen Bieren besonders wichtig?

 

Almut: Mir ist wichtig, dass meine Biere gut gemacht sind. Das heißt dass sie keine Fehlaromen haben und lecker sind.

"Bier ist etwas, das jede und jeder versteht: Man muss nur trinken, der Rest kommt von alleine - das hat etwas Fröhliches, Umkompliziertes."

- Almut Zinn, Emma - Biere ohne Bart

 

Ich lege besonderen Wert darauf dass die Qualität gleichbleibend hoch ist, so dass es für die Konsumenten kein Roulettespiel ist, eine Flasche Emma-Bier aufzumachen. Meine Biere müssen mir selbst gut schmecken, sonst kann ich sie nicht gut verkaufen. Die Rezepte für meine Biersorten sind allesamt von mir selbst erstellt und zu Hause in kleinen Probesuden ausprobiert worden, bevor sie in die große Produktion gehen. Da ich gerade (noch) ausschließlich Gypsybrauerin bin, meine Biere also nicht auf einer eigenen Anlage braue, ist mir der engmaschige Austausch mit den Leuten aus der Brauerei Rogg sehr wichtig. Dass ich bei allen wichtigen Schritten dabei bin ist selbstverständlich für mich, und ich packe mit an, wo immer ich es darf. Die Entscheidungen werden alle von mir getroffen.

 

Kraftpaule: Viele deiner Biere tragen super kreative Namen. Wie kommst du denn darauf?

 

Almut: Das fällt mir so ein, wenn ich meinen Namens-Suchradar einschalte." Salto Orale" war einfach eine Eingebung, über die ich mich total gefreut habe. "Zapotopaz" ist da etwas mathematisch-geometrischer: ZAPOT ist einfach TOPAZ von hinten gelesen, zusammen ergibt das dann ZAPOTOPAZ, was für mich einen schönen, kraftvollen Klang hat. Wem das zu anstrengend ist, der kann aber auch einfach "Zapo" sagen. "Kuckucksrot"ist eine Anspielung auf die Bierfarbe und die Art meiner Existenz - Als Gypsybrauerin könnte man mich ja auch scherzhaft als  als Kuckucksbrauerin bezeichnen. Außerdem klingt es so nett nach Schwarzwald, wo es ja auch gebraut wurde. Beim "Heimspiel" war ich sicher, den Biernamen gibts schon - und fand es dann klasse, dass das nicht so war.

 

Emmas leckere Kreationen findet ihr immer wieder bei uns im Kühlschrank. Da wir selbst gerne an ihnen naschen können wir euch eine Probierrunde  durch die bartlosen Biere bedingungslos empfehlen!